20 March 2026, 18:28

Christian Ulmen steht nach schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau in der Kritik

Schwarz-weißes Magazin-Cover mit der Aufschrift 'Humoristische Liste', das einen Mann im Anzug mit ernster Miene und eine Frau zeigt, die wegsieht und schmunzelt.

Christian Ulmen steht nach schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau in der Kritik

Schauspieler und Komiker Christian Ulmen sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, in ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und unter ihrer Identität Telefonssex geführt zu haben – Handlungen, die sie als "virtuelle Vergewaltigung" bezeichnet. Die Anschuldigungen haben die kritische Auseinandersetzung mit Ulmens früherem Werk neu entfacht, insbesondere mit seiner provokanten Comedyserie Jerks und der Reality-Show Mein neuer Freund, in der seine frauenfeindliche Bühnenfigur nun in einem düstereren Licht erscheint.

Bekanntheit erlangte Ulmen erstmals Mitte der 2000er mit Mein neuer Freund, einer ProSieben-Realityshow, in der er wöchentlich einen anderen schrecklichen Freund spielte. Das Konzept: Frauen stellten ihren neuen Partner – stets von Ulmen verkörpert – ihren Familien vor, nur um dann sein skandalöses Verhalten zu erleben. Viele Kandidatinnen brachen die Teilnahme ab, doch wer die Demütigungen bis zum Ende erduldete, erhielt eine Geldprämie. Eine seiner berüchtigtsten Rollen war Alexander von Eich, ein reicher, aristokratischer Snob, der seine Freundin mit einem Stock herumkommandierte.

Später schuf Ulmen gemeinsam mit anderen die Serie Jerks (2006–2010), eine Comedy, die für ihren improvisierten, grenzenlosen Humor bekannt war. Die Show enthielt oft geschmacklose Witze und peinliche Situationen, die aus heutiger Sicht als frauenfeindlich oder problematisch gelten könnten. Auch seine Auftritte in anderen Formaten, wie der Spielshow Wer will meine Freundin vögeln?, werden angesichts von Fernandes' Vorwürfen nun neu bewertet.

Fernandes ging 2023 mit ihren Behauptungen an die Öffentlichkeit: Ulmen habe sie im Internet verkörpert, pornografisches Material unter ihrem Namen verbreitet und sich als sie ausgegeben, um Telefonssex zu führen. Sie bezeichnete das Erlebte als "virtuelle Vergewaltigung" und löste damit Debatten über Verantwortung und Missbrauch aus. Die Missbrauchsüberlebende Gisèle Pelicot griff daraufhin ihren Leitspruch auf: "Die Scham muss die Seite wechseln" – als Reaktion auf Fernandes' Schilderungen.

Die Vorwürfe gegen Ulmen haben eine Neubewertung seiner Karriere ausgelöst, insbesondere seiner Vergangenheit, in der er wiederholt frauenverachtende Charaktere spielte. Zwar wurden bisher keine weiteren Formate neben Jerks und Mein neuer Freund für ähnliche Problematiken kritisiert, doch die Kontroverse wirft Fragen nach der Grenze zwischen künstlerischer Darstellung und realem Verhalten auf. Fernandes' Aussagen haben zudem – auch bei der Autorin dieses Textes – zu einer Reflexion über frühere Urteile über ihre Beziehung zu Ulmen geführt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle