Cyberangriff legt Stadtwerke Detmold lahm – Kundendaten in Gefahr?
Stadtwerke Detmold kämpfen seit Montag mit schwerem IT-Ausfall
Seit Montag, dem 16. März 2026, hat die Stadtwerke Detmold GmbH mit einem massiven IT-Ausfall zu kämpfen. Ein Cyberangriff zwang das Unternehmen, seine Systeme abzuschalten, wodurch Kundenservice-Hotlines und E-Mail-Kommunikation lahmgelegt wurden. Auch mehr als eine Woche später sind zahlreiche Dienstleistungen weiterhin beeinträchtigt – die Grundversorgung mit Wasser und Strom läuft jedoch weiter normal.
Der Angriff begann am 16. März und veranlasste den Versorger, betroffene IT-Systeme zu isolieren und mit externen Fachleuten die Wiederherstellung einzuleiten. Auf der Unternehmenswebsite wurde der Ausfall bestätigt, konkrete Details blieben jedoch sparsam. Kundendienste wie die Übermittlung von Zählerständen sind seit dem Vorfall nicht verfügbar.
Das Landeskriminalamt (LKA) ermittelt wegen des Sicherheitsvorfalls, ob Kundendaten abflossen, ist jedoch noch unklar. Spätere Berichte zeigten, dass einige Systeme der Stadtwerke öffentlich zugänglich waren und erst Stunden nach dem Angriff offline genommen wurden. Die Untersuchungen förderten zudem veraltete IT-Infrastruktur zutage – darunter PHP-Skripte aus dem Jahr 2013 und ein Windows-Server-2003-R2-System, das seit 2009 im Einsatz war.
Trotz der Turbulenzen versichern die Stadtwerke, dass die Versorgung mit Trinkwasser, Strom, Gas und Fernwärme nicht gefährdet sei. Über die Website und Social Media werden regelmäßig Updates veröffentlicht, während die Reparaturarbeiten andauern. Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Angriffe ein – erst kürzlich hatten Hacker beim Miniatur Wunderland Hamburg Kreditkartendaten von Besuchern erbeutet.
Die Stadtwerke Detmold arbeiten weiterhin daran, den Normalbetrieb vollständig wiederherzustellen. Telefonhotlines und Online-Dienste bleiben vorerst außer Betrieb. Die Ermittlungen der Behörden laufen, doch das Ausmaß eines möglichen Datenabflusses ist noch ungeklärt. Kunden werden aufgefordert, die offiziellen Kanäle zu verfolgen, während die Grundversorgung gesichert bleibt.






