08 April 2026, 08:46

DHL mit gemischter Bilanz: Deutschland wächst, globaler Umsatz sinkt trotz Effizienzmaßnahmen

Alte Postkarte mit handgeschriebener Nachricht, adressiert an die Vereinigten Staaten, mit einer Briefmarke und dem Text "United States Postal Service".

Höhere Porto-Gebühren lassen die Kassen bei der Post klingeln - DHL mit gemischter Bilanz: Deutschland wächst, globaler Umsatz sinkt trotz Effizienzmaßnahmen

DHL hat für das letzte Quartal gemischte Finanzzahlen vorgelegt: Während das Deutschlandgeschäft deutliche Zuwächse verzeichnete, ging der globale Umsatz zurück. Die Sparte Post & Paket Deutschland steigerte ihren Umsatz um 4,7 Prozent, doch insgesamt belasteten wirtschaftliche Herausforderungen die Bilanz. Stellenabbau und Preiserhöhungen prägten die jüngste Entwicklung des Konzerns.

Die Division Post & Paket Deutschland erzielte rund 4,2 Milliarden Euro – ein Plus von 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das operative Ergebnis des Bereichs kletterte im dritten Quartal um über 25 Prozent auf 218 Millionen Euro. Dies gelang trotz einer Preiserhöhung für Standardbriefe um zehn Cent, die nun 95 Cent kosten.

Die aktuellen Porto-Preise bleiben bis Ende 2026 stabil, doch danach sind weitere Anpassungen zu erwarten. Die Paketzustellungen in Deutschland stiegen im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent. Allerdings wird das Briefaufkommen voraussichtlich stark zurückgehen, da Unternehmen und Behörden zunehmend auf digitale Alternativen umsteigen.

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Weltweit sank der Umsatz von DHL um 3,8 Prozent auf 16,3 Milliarden Euro – als Gründe nennt das Unternehmen Handelskonflikte und eine schwache Konjunktur. Dennoch stieg der operative Gewinn (EBIT) um 7,6 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro. Kostensenkungsmaßnahmen, darunter etwa 8.000 Stellenstreichungen in Deutschland in diesem Jahr, trugen zur Verbesserung der Marge bei.

Die Sparte Post & Paket Deutschland beschäftigt 151.000 der insgesamt 534.000 Mitarbeiter des Konzerns. DHL bleibt damit vor der Herausforderung, Effizienzgewinne mit den Veränderungen eines sich wandelnden Marktes in Einklang zu bringen.

Während das Deutschlandgeschäft mit höheren Umsätzen und Gewinnen – angetrieben durch Preisanpassungen und Effizienzsteigerungen – Widerstandsfähigkeit zeigt, steht das Gesamtunternehmen unter Druck: durch rückläufige Briefmengen und eine schwächelnde Weltwirtschaft. Die nächsten Schritte dürften darauf abzielen, die Kosten im Griff zu behalten und sich gleichzeitig an die digitale Transformation anzupassen.

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