10 April 2026, 20:27

Die Linke plant 2027 das große Comeback in NRW-Landtag

Eine Gruppe von Menschen vor dem Reichstaggebäude in Berlin, die eine Fahne mit der Aufschrift 'Zukunft ist ein Menschenrecht.' halten.

Die Linke plant 2027 das große Comeback in NRW-Landtag

Die Linke verzeichnet in Nordrhein-Westfalen einen deutlichen Zulauf auf kommunaler Ebene. Bei den Kommunalwahlen 2022 verdoppelte sie ihre Zahl der Mandatsträger auf 734 – trotz eines enttäuschenden Ergebnisses bei der Landtagswahl. Nun peilt die Partei für 2027 ein stärkeres Comeback an.

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Erstmals zog Die Linke 2010 in den nordrhein-westfälischen Landtag ein, verlor ihre Sitze jedoch bereits zwei Jahre später. Bei der Wahl 2012 erreichte sie nur 2,5 Prozent der Stimmen – zu wenig, um die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden. Ein gescheiterter Haushaltsentwurf noch im selben Jahr erzwang Neuwahlen, doch die Rückkehr in den Landtag gelang der Partei seitdem nicht mehr.

Seither kämpft Die Linke in landesweiten Wahlen um Relevanz. 2022 kam sie lediglich auf 2,1 Prozent und verfehlte damit zum dritten Mal in Folge den Einzug in den Landtag. Auf kommunaler Ebene jedoch wächst ihr Einfluss: Die Kommunalwahlen 2022 brachten 734 Mandatsträger – fast doppelt so viele wie 2020 – sowie acht direkte Stadtratsmandate.

Mit Blick auf 2027 wollen Mitglieder wie Nadine Mai und Till Sörensen-Siebel mehr erreichen. Ihr Ziel: Direktmandate im Landtag. Dafür strebt die Partei eine halbe Million Stimmen an – genug, um endlich die Fünf-Prozent-Marke zu knacken.

Die lokalen Erfolge der Linken stehen im Kontrast zu ihren anhaltenden Schwächen bei Landtagswahlen. Sollte die Partei ihr 2027er-Ziel erreichen, könnte sie nach 15 Jahren Abwesenheit in den Landtag zurückkehren. Bis dahin setzt sie auf eine Strategie der schrittweisen Stärkung – von der Basis aus.

Quelle