07 April 2026, 04:27

Duisburg gedenkt der Novemberpogrome mit Schweigemarsch und Kranzniederlegung

Ein steinernes Denkmal steht vor einem Gebäude mit einer Tafel, auf der "Aux Victimes de la Guerre 1939-1945" steht, umgeben von Grünfläche, parkenden Fahrzeugen, Versorgungsmasten und Wohnhäusern unter einem bewölkten Himmel.

Duisburg gedenkt der Novemberpogrome mit Schweigemarsch und Kranzniederlegung

Duisburg gedenkt am Montag, 10. November, mit einer Gedenkveranstaltung an den 85. Jahrestag der Novemberpogrome. Die Feier, organisiert von der Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, beginnt um 18 Uhr im Rathaus. Oberbürgermeister Sören Link wird die Gedenkfeier mit einer Rede zum Thema "Füreinander einstehen" eröffnen.

Die Veranstaltung würdigt die Opfer der nationalsozialistischen Gewalt, die sich in der Nacht vom 9. November 1938 ereignete. Im Anschluss an die Ansprachen wird ein Schweigemarsch vom Rathaus aus starten, angeführt von Oberbürgermeister Link. Teilnehmerinnen und Teilnehmer – darunter Schülerinnen und Schüler der Duisburger Heinrich-Heine-Gesamtschule und des Krupp-Gymnasiums – werden an den "Stolpersteinen" der Stadt vorbeiziehen, den kleinen Messingtafeln im Gehweg, die an die Opfer des NS-Regimes erinnern.

Die Prozession endet an der hinteren Stadtmauer am Kuhlenwall, wo ein Kranz niedergelegt wird. Die Gedenkstätte am Rabbiner-Neumark-Weg bleibt hingegen aufgrund laufender archäologischer Grabungen für Besucher geschlossen.

Schülerinnen, Schüler sowie lokale Organisationen haben das Begleitprogramm des Abends mitgestaltet. Ihr Engagement unterstreicht das Bestreben der Stadt, die Erinnerung an die Pogrome durch Bildung und Reflexion wachzuhalten. Die Veranstaltung verbindet Schulen, zivilgesellschaftliche Gruppen und Vertreter der Stadtverwaltung im gemeinsamen Gedenken. Der Schweigemarsch und die Kranzniederlegung dienen als öffentliche Zeichen der Erinnerung. Die Organisatoren betonten, dass die Schließung der Gedenkstätte am Rabbiner-Neumark-Weg die geplante Marschroute nicht beeinträchtigen werde.

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