NRW-Arbeitgeber fordern radikale Reformen im Gesundheitssystem – wer soll zahlen?
Reza HendriksNRW-Arbeitgeber fordern radikale Reformen im Gesundheitssystem – wer soll zahlen?
Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen drängen auf grundlegende Reformen des Gesundheitssystems in Deutschland. Sie warnen, dass die steigenden Beitragskosten gestoppt werden müssten. Ihre Forderungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Wirtschaftsvertreter einen Wandel hin zu mehr Eigenverantwortung bei der Krankenversicherung fordern.
Johannes Pöttering, Geschäftsführer von Unternehmer NRW, hat eine Neugestaltung der Finanzierung des Gesundheitssystems angemahnt. Er argumentiert, dass das aktuelle System Arbeitgeber und Arbeitnehmer übermäßig belaste. Seine Organisation fordert eine Debatte darüber, die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern, die nicht in Elternzeit sind, abzuschaffen.
Die Forderung unterstreicht die wachsende Unzufriedenheit der Wirtschaft mit den steigenden Gesundheitskosten. Arbeitgeberverbände in der Region behaupten, dass ohne Reformen die Beiträge weiter steigen würden. Sie bestehen darauf, dass Versicherte einen größeren Teil ihrer Versicherungskosten selbst tragen sollten.
Die Vorschläge würden eine erhebliche Veränderung der Gesundheitsfinanzierung bedeuten. Würden sie umgesetzt, wären kinderlose Ehepartner nicht mehr ohne Beitragszahlung mitversichert. Die Arbeitgeber argumentieren, dass dies den Druck auf Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen verringern würde.






