Essen reformiert Fördergelder für Ehrenamtliche mit flexibleren Regeln und Mikroförderung
Traude KlappEssen reformiert Fördergelder für Ehrenamtliche mit flexibleren Regeln und Mikroförderung
Essen passt seine Unterstützung für lokale Ehrenamtliche an: Mit neuen Förderrichtlinien und einem Mikroförderprogramm geht die Stadt auf veränderte Bedürfnisse im Bereich bürgerlichen Engagements ein. Ab Januar 2026 wird der bestehende Förderfonds Bürgerliches Engagement modernisiert. Zudem hat der Stadtrat das neue Programm Mission Ehrenamt auf den Weg gebracht, das innovative Projekte mit kleineren Fördersummen unterstützen soll.
Der Förderfonds Bürgerliches Engagement ist seit seiner Einführung im März 2012 Teil des Aktionskonzepts zur Förderung der Anerkennungskultur in Essen. Ab 2026 wird der Fonds flexibler: Statt einmal jährlich können dann zweimal im Jahr Anträge gestellt werden. Zudem ist eine Förderung über maximal drei aufeinanderfolgende Jahre möglich – eine wichtige Verbesserung für langfristige Initiativen.
Das jährliche Gesamtbudget des Förderfonds bleibt bei 80.000 Euro. Das neue Programm Mission Ehrenamt stellt zusätzlich 20.000 Euro pro Jahr bereit – vorbehaltlich der Haushaltsgenehmigung. Mit den Mikrofördermitteln werden jährlich bis zu sechs Projekte unterstützt: zwei Zuwendungen von bis zu 5.000 Euro sowie vier Förderungen à 2.500 Euro.
Die Mittel aus Mission Ehrenamt können vielfältig eingesetzt werden, etwa für Materialien, Schulungen, Kampagnen oder technische Ausstattung. Die Stabsstelle Bürgerbeteiligung und Ehrenamt prüft und entscheidet über alle Anträge für beide Programme.
Ziel der Neuerungen ist es, die Fördergelder zugänglicher und bedarfsgerechter zu gestalten. Ab 2026 gibt es zwei Antragsrunden pro Jahr mit klaren Regeln für mehrjährige Unterstützung. Die Mikroförderungen eröffnen zudem kleineren, kreativen Projekten neue Chancen auf finanzielle Förderung.






