Flexibler ÖPNV in Neukirchen-Vluyn scheitert trotz großer Nachfrage an der Finanzierung
Anto StumpfFlexibler ÖPNV in Neukirchen-Vluyn scheitert trotz großer Nachfrage an der Finanzierung
Pilotprojekt für bedarfsgesteuerten ÖPNV in Neukirchen-Vluyn wird nach drei Jahren eingestellt
Der flexibel buchbare und digital gesteuerte Verkehrsversuch in Neukirchen-Vluyn endet nach drei Jahren. Obwohl das Angebot für seine Anpassungsfähigkeit und moderne Organisation gelobt wurde, scheiterte es an der Finanzierung – trotz großer Beliebtheit. Wie die Verantwortlichen bestätigten, wird der Betrieb noch bis zum 31. Dezember 2025 aufrechterhalten.
Das Projekt war 2022 als Kooperation zwischen der Stadt Neukirchen-Vluyn, der NIAG (Niederrheinische Verkehrsbetriebe AG) und vier örtlichen Taxiunternehmen gestartet. Ziel war es, den öffentlichen Nahverkehr durch ein digital buchbares, flexibles System zu modernisieren. Mit über 8.000 registrierten Nutzenden zeigte sich eine hohe Nachfrage.
Verantwortlich für die Verkehrsplanung war der Kreis Wesel, der das Vorhaben steuerte. Über fünf Jahre flossen dafür 1,8 Millionen Euro an Landesmitteln. Doch ein tragfähiges Finanzierungskonzept für die Zeit danach kam nie zustande.
Die Kommune sicherte zwar mit zusätzlichen 560.000 Euro aus lokalen Haushaltsmitteln eine einjährige Verlängerung – ohne nachhaltige Finanzierungsperspektive ließ sich der Betrieb jedoch nicht über den vereinbarten Stichtag hinaus fortsetzen.
Die Einstellung folgt auf Jahre des Probebetriebs und eine beträchtliche Nutzerakzeptanz. Letztlich machten die begrenzten finanziellen Spielräume das Projekt unhaltbar. Nach dem letzten Betriebstag steht den Bürgerinnen und Bürgern das bedarfsgesteuerte Verkehrsangebot nicht mehr zur Verfügung.






