13 March 2026, 18:31

Ford Deutschland vermeidet Kündigungen durch freiwillige Abgänge und Verkauf von Sparten

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das "Trickle-Down Economics Doesn't Work" lautet, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand und mit einem Zitat von Präsident Biden.

Der Schreckgespenst der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford Deutschland vermeidet Kündigungen durch freiwillige Abgänge und Verkauf von Sparten

Ford Deutschland vermeidet betriebsbedingte Kündigungen nach freiwilligen Abgängen im Rahmen eines Sparprogramms

Der Autokonzern hat Zwangsentlassungen abwenden können, nachdem sich im Zuge eines umfassenden Kostensenkungsprogramms ausreichend Mitarbeiter für einen freiwilligen Austritt entschieden hatten. Ziel des Unternehmens ist es, das Werk in Köln wieder profitabel zu machen – nach schwächeren als erwarteten Absatzzahlen bei Elektrofahrzeugen. Durch die Umstrukturierung soll die Belegschaft von derzeit 10.500 auf etwa 9.000 Beschäftigte bis Anfang nächsten Jahres reduziert werden.

Das Programm startete im Januar, als Ford am Standort Köln fast 1.000 Produktionsstellen abrupt strich. Zudem wurde die Schichtarbeit von zwei auf eine Schicht reduziert, bedingt durch die nachlassende Nachfrage nach Elektromodellen. Seither haben sich rund 2.100 Mitarbeiter für einen freiwilligen Austritt entschieden, während weitere 800 Arbeitsplätze im Zuge von Unternehmensverkäufen an neue Eigentümer übergehen werden.

Bis März 2026 haben zwei Investoren offiziell Interesse an der Übernahme der Ford-Werkzeugbau- und Gießereisparte in Köln bekundet. Die britische Firma Novum Capital und die italienische Gruppe Metec führen derzeit Verhandlungen. Die Belegschaft des Werks ist bereits deutlich geschrumpft – von 18.000 im Jahr 2019 auf aktuell 10.500, mit weiteren geplanten Kürzungen.

Das Ziel, 2.900 Stellen abzubauen, wurde ohne betriebsbedingte Kündigungen erreicht. Die Sparmaßnahmen von Ford konzentrieren sich darauf, die Geschäftsaktivitäten zu stabilisieren, nachdem die Verkäufe von Elektrofahrzeugen hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind.

Nach der Umstrukturierung wird das Kölner Ford-Werk voraussichtlich im nächsten Jahr noch etwa 9.000 Beschäftigte zählen. Der Verkauf der Werkzeugbau- und Gießereisparte sowie die freiwilligen Austritte haben es dem Unternehmen ermöglicht, Zwangsentlassungen zu vermeiden. Die Änderungen erfolgen im Rahmen der Anpassung der Produktionskapazitäten an die aktuelle Marktnachfrage.

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