07 June 2026, 00:26

Gefahrguteinsatz in Schwelm: Quecksilber im Keller eines Mehrfamilienhauses entdeckt

FW-DE: Gefahrenstoffunfall - Quecksilberleckage, Schuetzenstr.

Gefahrguteinsatz in Schwelm: Quecksilber im Keller eines Mehrfamilienhauses entdeckt

Feuerwehrkräfte rückten am 12. September 2025 zu einem Gefahrguteinsatz in Schwelm aus. In einem Mehrfamilienhaus an der Schützenstraße war ein unbekannter Stoff gemeldet worden. Die Einsatzkräfte mobilisierten umgehend, um die Lage zu bewerten und die Gefahr einzudämmen.

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Der Vorfall nahm seinen Lauf, als die Feuerwehrleute im Keller des Gebäudes einen beschädigten Behälter mit Quecksilber vorfanden. Einsatzleiter Jan Poschmann teilte die Einsatzstelle sofort in Abschnitte ein und ordnete die Evakuierung der Anwohner an. Ein beheizter Verpflegungs- und Betreuungsbus (VER) wurde als vorübergehende Unterkunft für die Betroffenen bereitgestellt.

Um das gefährliche Material sicher zu bergen und zu verpacken, wurde ein Quecksilber-Spezialkit beim Wuppertaler Feuerwehr angefordert. Oliver Dag, Leiter der Schwelmer Feuerwehr, und sein Stellvertreter Markus Kosch trafen ein, um die Einsatzmaßnahmen zu überwachen und die Koordination mit den Kräften vor Ort zu übernehmen.

Auf dem Höhepunkt des Einsatzes waren 29 Einsatzkräfte und bis zu 12 Fahrzeuge im Einsatz. Ein Gefahrgutberater sowie ein Spezialmessfahrzeug der Gevelsberger Feuerwehr wurden hinzugezogen, um Unterstützung zu leisten. Draußen wurde eine Dekontaminationsstation eingerichtet, in der die Einsatzkräfte ihre kontaminierte Schutzkleidung sicher ablegen und entsorgen konnten.

Nach der Sicherung des Quecksilbers wurde die Einsatzstelle an ein Fachunternehmen für Gefahrgutbeseitigung übergeben. Dessen Aufgabe umfasste die weitere Sanierung sowie die fachgerechte Entsorgung der geborgenen Chemikalien und des kontaminierten Materials.

Der Einsatz endete mit der sicheren Eindämmung des Quecksilberaustritts. Die vorübergehend untergebrachteten Anwohner konnten zurückkehren, nachdem der Bereich professionell gereinigt worden war. Die Behörden bestätigten, dass während des Vorfalls keine Verletzungen zu verzeichnen waren.

Quelle