Industrie im Niederrhein kämpft mit drastischen Umsatzeinbrüchen im Jahr 2026
Anto StumpfIndustrie im Niederrhein kämpft mit drastischen Umsatzeinbrüchen im Jahr 2026
Industrieunternehmen im Zentralen Niederrhein melden schwache Umsatzzahlen für Anfang 2026
Die neuesten Daten zeigen einen Rückgang der Erlöse um 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders betroffen sind mehrere Schlüsselsektoren – nur wenige Branchen konnten Verluste vermeiden.
Am stärksten einbrach der Maschinenbau: Hier sanken die Umsätze im ersten Quartal um 20,8 Prozent. Auch die chemische Industrie kämpft mit einem Minus von 17,0 Prozent. Die Lebensmittel- und Getränkebranche verzeichnete hingegen einen Rückgang von 11,9 Prozent.
In ganz Nordrhein-Westfalen gingen die Industrieumsätze insgesamt um 3,1 Prozent zurück. Exportorientierte Unternehmen in der Region mussten sogar einen Umsatzrückgang von 11,0 Prozent hinnehmen. Im Kreis Viersen allein sanken die Erlöse um 5,0 Prozent im Vergleich zu Anfang 2025.
Einziger Lichtblick ist die Metallherstellung und -verarbeitung: Hier stieg der Umsatz leicht um 1,0 Prozent. Trotz dieses bescheidenen Zuwachses bleiben Branchenvertreter angesichts der übergeordneten wirtschaftlichen Herausforderungen besorgt.
IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz fordert politische Maßnahmen Steinmetz appellierte an die Bundesregierung, Gegensteuer zu geben. Notwendig seien vor allem Strategien, die die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie stärken.
Das erste Quartal 2026 hat den meisten Industriebranchen im Zentralen Niederrhein deutliche Einbußen beschert. Zwar verzeichnete die Metallproduktion einen leichten Anstieg, doch der Gesamttrend deutet auf anhaltenden wirtschaftlichen Druck hin. Vertreter der Wirtschaft fordern nun gezielte Unterstützung, um die Talfahrt zu stoppen.






