Jens Castrop vor WM-Nominierung: Zwischen Hoffnung und Disziplinproblemen
Anto StumpfJens Castrop vor WM-Nominierung: Zwischen Hoffnung und Disziplinproblemen
Jens Castrop, Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach, steht kurz davor, in den WM-Kader Koreas berufen zu werden, wenn die endgültige Liste am 16. Mai bekannt gegeben wird. Der deutsch-koreanische Spieler hat offen über seine Hoffnungen für das Turnier gesprochen – vorausgesetzt, er wird nominiert. Sein Weg dorthin war jedoch nicht ohne Kontroversen auf dem Platz verlaufen.
Seit dem letzten Herbst hat Castrop fünf Länderspiele bestritten. Doch sein aggressiver Spielstil hat ihn häufig in Schwierigkeiten gebracht. In der vergangenen Saison sammelte er in der zweiten deutschen Liga in nur 25 Spielen elf gelbe Karten an.
Auch in dieser Saison sorgten seine harten Zweikämpfe für Aufsehen. Ein rücksichtsloses Foul an Sael Kumbedi vom VfL Wolfsburg führte zu einer direkten Roten Karte. Der Vorfall zog eine dreispielige Sperre nach sich, die ihn gegen Ende der Saison außer Gefecht setzte. Trotzdem bleibt Castrop zuversichtlich: Er sieht in der erzwungenen Pause sogar eine Chance, sich vor der WM von anhaltenden Verletzungen zu erholen.
Der 25-Jährige hat versprochen, disziplinarische Probleme zu vermeiden, falls er in den Kader aufgenommen wird. Seine Leistungen für Mönchengladbach halten ihn im Rennen, doch sein Platz im Team hängt nun davon ab, in den letzten Wochen vor der Nominierung keine weiteren Negativschlagzeilen zu produzieren.
Am 16. Mai wird das koreanische Trainerteam den WM-Kader bekannt geben. Sollte Castrop nominiert werden, würde er dem Mittelfeld körperliche Präsenz und Erfahrung verleihen. Ob er eine zentrale Rolle im Turnier spielen wird, könnte nun davon abhängen, ob er seine Emotionen im Zaum hält.






