01 May 2026, 08:35

Willicher Eltern kämpfen gegen Kita-Gebührenerhöhungen und Streichung der Geschwisterrabatte

Schwarzes und weißes Plakat mit dem Text "Jeder zahlt, aber wenige profitieren von Kinderarbeit" und einer Gruppe von Menschen, die gegen Kinderarbeit protestieren.

Willicher Eltern kämpfen gegen Kita-Gebührenerhöhungen und Streichung der Geschwisterrabatte

Eltern in Willich wehren sich gegen Pläne, die Kita-Gebühren zu erhöhen und Geschwisterrabatte abzuschaffen. Der Stadtrat prüft Einsparmöglichkeiten, doch Familien befürchten, dass die Maßnahmen ihre finanzielle Belastung weiter verschärfen. Mittlerweile läuft eine Petition, um die geplanten Erhöhungen zu stoppen.

Auslöser der Debatte war ein Vorschlag der CDU, Gebühren für Geschwisterkinder in Kitas, der Nachmittagsbetreuung und der Tagespflege einzuführen. Bisher erhebt Willich – anders als benachbarte Städte wie Nettetal und Kempen, wo Eltern für jedes weitere Kind 50 Prozent der Gebühr zahlen – keine Zusatzkosten für Geschwister. Durch die Streichung der Rabatte erhofft sich die Stadt Einnahmen von 500.000 Euro, weitere 100.000 Euro sollen durch eine Begrenzung der Gebührenerhöhungen auf drei Prozent eingespart werden.

Der Jugendhilfeausschuss der Elternvertreter (JAEB) lehnt sowohl die Geschwistergebühren als auch die allgemeinen Erhöhungen ab. Die SPD-Fraktion stellt sich unterdessen auf die Seite der Eltern und schlägt vor, stattdessen 115.000 Euro an anderen Stellen im Haushalt 2026 einzusparen, anstatt Familien zu belasten. Der Haupt- und Finanzausschuss hat die Verwaltung beauftragt, die Regelungen zu Elternbeiträgen zu überprüfen.

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Die Verärgerung unter den Eltern wächst, da sie ohnehin schon mit Personalmangel und kurzfristigen Schließungen von Einrichtungen zu kämpfen haben. Trotz laufender Diskussionen gab es bisher kaum spürbare Verbesserungen bei der Kinderbetreuung in Willich.

Die Haushaltsprobleme der Stadt zwingen die Verantwortlichen, nach neuen Wegen zur Kostensenkung und Einnahmensteigerung zu suchen. Sollten die Pläne umgesetzt werden, müssen Eltern mit höheren Gebühren und dem Wegfall der Geschwisterermäßigungen rechnen. Die Petition und der politische Widerstand deuten darauf hin, dass das Thema in den kommenden Monaten weiter umstritten bleiben wird.

Quelle