11 May 2026, 10:37

Kinderbetreuungsreform: Mehr Geld, weniger Bürokratie und bessere Qualität ab 2027

Plakat mit der Überschrift "Das Nationale Komitee gegen Kinderarbeit: Warum? Zweieinhalb Millionen Kinderarbeiter unter sechzehn Jahren heute" mit einer USA-Karte und Abbildungen von Komiteemitgliedern.

Kinderbetreuungsreform: Mehr Geld, weniger Bürokratie und bessere Qualität ab 2027

Große Reform der Kinderbetreuung macht entscheidenden Schritt nach vorn

Ein zentraler Baustein der Kinderbetreuungsreform im Land ist heute auf den Weg gebracht worden. Familienministerin Josefine Paul und führende Verbände unterzeichneten eine Vereinbarung zum neuen Kinderbildungsgesetz (KiBiz). Die Neuerungen sollen die Betreuung in Kitas verlässlicher gestalten, Bürokratie abbauen und die Finanzierung um jährlich 200 Millionen Euro aufstocken.

Kern des neuen Modells ist eine tägliche Mindestbetreuung von fünf Stunden durch qualifiziertes Fachpersonal. Außerhalb dieser Kernzeiten können weitere Kräfte zusätzliche Betreuungsstunden übernehmen. Damit wird die Kinderbetreuung in Kern- und Randzeiten unterteilt, was größere Gruppengößen ermöglicht.

Landesregierung und Träger haben sich darauf verständigt, jährlich 50 Millionen Euro zusätzlich in neues Personal zu investieren. Darüber hinaus stellt das Land im kommenden Jahr freiwillig weitere 200 Millionen Euro für die Umstellung bereit. Ziel ist es, die finanziellen Belastungen der Träger zu verringern und gleichzeitig die Qualität der Betreuung zu verbessern.

Das Ministerium plant, bis Ende 2024 einen Gesetzentwurf finalisieren. Nach der Verabschiedung im Landtag im nächsten Jahr sollen die Reformen im August 2027 in Kraft treten. Die Vereinbarung legt klarere Regeln für Personalausstattung und Finanzierung fest. Mit mehr Mitteln und vereinfachten Abläufen erwarten die Träger eine größere Stabilität in der Kinderbetreuung. Die Änderungen werden in knapp drei Jahren vollständig umgesetzt sein.

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