Lerchek polarisiert mit Krebs-Kampf und Kosmetikmarke Eyya Skin – PR-Expertin zieht Kardashian-Vergleich
Reza HendriksLerchek polarisiert mit Krebs-Kampf und Kosmetikmarke Eyya Skin – PR-Expertin zieht Kardashian-Vergleich
Die Bloggerin Valeria Tschekalina, besser bekannt als Lerchek, hat mit ihrem öffentlichen Kampf gegen Krebs im Spätstadium und dem jüngsten Launch ihrer Kosmetikmarke Eyya Skin Aufsehen erregt. Ihr Ansatz – die Verbindung persönlicher Schicksalsschläge mit werblichen Inhalten – sorgt sowohl bei ihren Followern als auch bei Branchenbeobachtern für kontroverse Diskussionen. Nun hat die PR-Expertin Gera Iwashtschenko Stellung genommen und Tschekalinas Strategie mit globalen Vorbildern wie den Kardashians verglichen.
Tschekalina hatte ihre Krebsdiagnose im Stadium 4 in emotionalen Videos offenbart und ihren Kampf als Teil der Markengeschichte von Eyya Skin inszeniert. Während einige Unterstützer ihre Widerstandskraft bewunderten, warf ihr andere vor, ihre Krankheit gezielt für Marketingzwecke zu instrumentalisieren. Die Reaktionen auf den Markstart spiegelten diese Polarisierung wider: Während die einen sie feierten, hinterfragten Skeptiker ihre Motive.
Iwashtschenko betonte, dass Tschekalinas Offenheit in Russland ungewöhnlich sei, wo Schwerstkranke sich meist aus der Öffentlichkeit zurückzögen. Die Bloggerin könnte mit ihrer Transparenz jedoch nicht nur Aufmerksamkeit generieren, sondern auch langfristig ihre finanzielle Absicherung – etwa für die Zukunft ihrer Kinder – im Blick haben, so die Expertin. Gleichzeitig warnte sie davor, dass zu viel Offenheit ein Publikum überfordern könnte, das an solche schonungslose Ehrlichkeit nicht gewöhnt ist.
Tschekalinas Privatleben fügt ihrer Geschichte eine weitere Facette hinzu: Ihr Ex-Mann, Artem Tschekalin, war 2023 wegen Devisenbetrugs zu sieben Jahren in einer Moskauer Strafkolonie verurteilt worden. Die Verurteilung fiel in eine Phase, in der ihre eigene öffentliche Präsenz stetig wuchs – einen direkten Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen hat sie in ihren Inhalten jedoch nie hergestellt.
Mit der Mischung aus Verletzlichkeit und kommerziellem Ehrgeiz hebt sich Tschekalina in der russischen Influencer-Szene ab. Ob sich ihre Strategie langfristig auszahlen wird, bleibt abzuwarten – doch bereits jetzt hat sie die Debatte über Krankheit, Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmertum neu geprägt. Fest steht: Ihre Marke wächst weiter, während die Diskussion über ihre Methoden anhält.






