10 April 2026, 16:29

Meerbusch gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht am 9. November 2025 mit Mahnmal und Stolpersteinen

Steinbau mit Fenster und einer Holocaust-Gedenktafel mit Inschrift.

Meerbusch gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht am 9. November 2025 mit Mahnmal und Stolpersteinen

9. November: 87. Jahrestag der Reichspogromnacht – Gedenkfeier in Meerbusch

Am 9. November jährt sich zum 87. Mal die Reichspogromnacht – eine Nacht der Gewalt im Jahr 1938, in der Jüdinnen und Juden in ganz Deutschland Übergriffen, Morden und Zerstörung ausgesetzt waren. Synagogen brannten nieder, Geschäfte wurden geplündert, unzählige Leben in einer koordinierten Welle des Terrors zerschlagen. Zur Ehrung der Opfer findet am 9. November 2025 um 18:00 Uhr in Meerbusch eine öffentliche Gedenkveranstaltung statt.

Die Feierlichkeit wird am Mahnmal zur Reichspogromnacht auf der Kemperallee in Lank-Latum abgehalten, einer Skulptur des Künstlers Christoph Willemsen Wiegmann aus dem Jahr 2003. Das Denkmal steht an der Ecke Kemperallee/Hauptstraße und dient als stille Mahnung an diejenigen, die damals litten. Bürgermeister Christian Bommers wird die Gedenkrede halten und die Bürgerinnen und Bürger zum Erinnern aufrufen.

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Konfirmandinnen und Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Lank wirken an der Veranstaltung mit, begleitet von der Musikpädagogin Christiane Karagaschki. Die Zusammenkunft soll die Gemeinschaft im gemeinsamen Einsatz gegen das Vergessen einen. In der Nähe erinnern Stolpersteine – kleine Messingtafeln im Gehweg – in Osterath und Lank-Latum an die Opfer und bewahren ihre Geschichten vor dem Vergessen.

In der Nacht vom 9. November 1938 wurden jüdische Geschäfte in Brand gesteckt, Kulturstätten zerstört und Familien auseinandergerissen. Die Gewalt breitete sich rasend schnell aus und hinterließ Wunden, die bis heute nachwirken. Die diesjährige Gedenkfeier ruft die Meerbuscherinnen und Meerbuscher dazu auf, über die Vergangenheit nachzudenken und ihr Bekenntnis zu Toleranz und Menschlichkeit zu erneuern.

Die Veranstaltung 2025 bringt Anwohnerinnen und Anwohner zusammen, um der Opfer zu gedenken und Hass eine Absage zu erteilen. Das Denkmal, die Stolpersteine und die Worte der Rede sind bleibende Zeichen des Respekts. Wer teilnimmt, hält die Erinnerung an die Reichspogromnacht und ihre Lehren für die Gegenwart wach.

Quelle