Mönchengladbachs Wirtschaft trotzt 2025 dem Trend mit Rekordzahlen und Jobwachstum
Reza HendriksMönchengladbachs Wirtschaft trotzt 2025 dem Trend mit Rekordzahlen und Jobwachstum
Mönchengladbachs Wirtschaft zeigt 2025 Widerstandskraft
Die Wirtschaft Mönchengladbachs erwies sich 2025 als widerstandsfähig: Während andere Regionen Rückgänge verzeichneten, stieg der Umsatz der lokalen Industrie um 2,9 Prozent. Zudem erreichte die Stadt mit 105.796 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zur Jahresmitte einen neuen Rekord. Diese Zahlen wurden auf der jährlichen Pressekonferenz der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Mönchengladbach (WFMG) vorgestellt – der letzten unter der Leitung des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Dr. Ulrich Schückhaus, der Ende Juni in den Ruhestand tritt.
Laut dem Jahresbericht 2025 der WFMG blieb die wirtschaftliche Dynamik hoch. Elf Projekte im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderprogramms zogen Gesamtinvestitionen in Höhe von 10,9 Millionen Euro an, davon 3,5 Millionen Euro aus öffentlichen Fördermitteln. Die Gesellschaft vermarktete oder verkaufte zudem über 21.000 Quadratmeter Gewerbeflächen, darunter 5.438 Quadratmeter im Gewerbegebiet Käthe-Höffkes-Straße und 6.150 Quadratmeter im Northpark Business Park. Die Einnahmen aus diesen Transaktionen überstiegen 2,7 Millionen Euro.
Der Arbeitsmarkt der Stadt entwickelte sich positiv, insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen, das 394 neue Stellen schuf und damit auf 21.204 Beschäftigte kam. Durch die Arbeit der WFMG entstanden 21 Unternehmensansiedlungen, 11 Gründungen, 14 Erweiterungen und 6 Unternehmensstabilisierungen, wodurch 546 Arbeitsplätze gesichert oder neu geschaffen wurden. Gleichzeitig sanken die Unternehmensinsolvenzen um 7,5 Prozent – ein Gegentrend zum Anstieg um 13,6 Prozent in ganz Nordrhein-Westfalen.
Dr. Schückhaus präsentierte die Ergebnisse gemeinsam mit weiteren WFMG-Direktoren. Mit seinem Ausscheiden zum 30. Juni endet eine 27-jährige Ära in der Wirtschaftsförderung der Stadt, die eine prägende Phase für Mönchengladbachs wirtschaftliche Entwicklung markiert.
Die Zahlen für 2025 unterstreichen die Sonderrolle Mönchengladbachs in der Region: mit Jobwachstum, steigenden Umsätzen und rückläufigen Insolvenzen. Die WFMG trug durch Flächenvermarktung, Investitionsprojekte und Unternehmensförderung maßgeblich zu diesem Erfolg bei. Nun steht die Stadt vor einem Führungswechsel, wenn Dr. Schückhaus nach Jahrzehnten im Dienst abtritt.






