NRW baut Ladesäulen aus – doch die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich
Traude KlappAnzahl der Ladepunkte in NRW deutlich gestiegen - NRW baut Ladesäulen aus – doch die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich
Nordrhein-Westfalen (NRW) verzeichnet einen stetigen Anstieg öffentlicher Ladesäulen für Elektroautos, liegt aber im Bundesvergleich weiterhin zurück. Stand Oktober 2025 standen in der Region knapp 35.300 Ladestationen zur Verfügung. Trotz dieses Zuwachses belegt das Land beim Verhältnis von Elektroautos zu Ladepunkten nur den drittletzten Platz.
Innerhalb des vergangenen Jahres baute NRW seine öffentliche Ladeinfrastruktur um 18 Prozent aus – ein höheres Tempo als der bundesweite Durchschnitt von 16 Prozent. Auch die durchschnittliche Ladeleistung stieg um über 11 Prozent auf 38,7 Kilowatt pro Säule.
Schnellladesäulen (mit mehr als 22 Kilowatt Leistung) gibt es mittlerweile rund 8.300 in NRW. Dennoch bleibt die Nachfrage hoch: Im Juli 2025 kamen auf jeden öffentlichen Ladepunkt 19,5 Elektrofahrzeuge. Die beste Quote im Land wies Oberhausen auf, wo sich 10,2 Autos eine Station teilten.
Bundesweit führte Heilbronn in Baden-Württemberg mit einem deutlich günstigeren Verhältnis von 4,8 Fahrzeugen pro Ladepunkt. VDA-Präsidentin Hildegard Müller betonte die Dringlichkeit, den Ausbau zu beschleunigen, um die wachsende Nachfrage zu decken.
Der Ausbau der Ladeinfrastruktur in NRW zeigt Fortschritte, doch das Land steht weiterhin vor Herausforderungen, um mit der Nachfrage Schritt zu halten. Mit fast 35.300 öffentlichen Stationen ist weiteres Wachstum nötig, um die Verfügbarkeit zu verbessern. Die Kluft zu den Spitzenregionen unterstreicht den anhaltenden Bedarf an schnellerer Infrastrukturentwicklung.






