NRW beschleunigt Kohleausstieg mit neuen Gaskraftwerken bis 2030
Nordrhein-Westfalens lange erwartete Kraftwerksstrategie kommt nach Verzögerungen auf Bundesebene endlich voran. Der am 14. November 2025 verabschiedete Plan sieht Ausschreibungen für neue Gaskraftwerke vor, die die letzten Kohlekraftwerke des Landes ersetzen sollen. Die Landesregierung begrüßt die Entscheidung als entscheidenden Schritt zur Modernisierung der Energieinfrastruktur.
Ursprünglich sollte die Kraftwerksstrategie bereits 2024 in die Ausschreibungsphase gehen. Doch der Prozess verzögerte sich, sodass die nordrhein-westfälische Regierung lange auf Klarheit warten musste. Der nun finalisierte Plan entspricht weitgehend früheren Koalitionsvorschlägen und sieht mindestens acht Gigawatt neuer Gaskapazitäten vor. Davon könnten fünf Gigawatt aus sieben geplanten Anlagen innerhalb des Landes stammen.
Bisher ist jedoch nur ein Standort – Hamm – für ein neues Gaskraftwerk bestätigt. Der Energiekonzern BKW plant dort eine Zusammenarbeit mit Trianel, doch keine weiteren Standorte in Nordrhein-Westfalen haben bisher die finale Planungsphase erreicht. Gleichzeitig haben Unternehmen wie Uniper, RWE und Steag Iquoni bereits eigene Gaskraftwerksprojekte vorbereitet und sind startbereit.
Bevor der Bau beginnen kann, muss die EU-Wettbewerbsbehörde in Brüssel jedoch die Subventionen für die Gaskraftwerke genehmigen. Die Bundesregierung hat zudem einen straffen Zeitplan vorgegeben: Das Kohleausstiegsgesetz muss bis zum 15. August 2026 überprüft werden, und die neuen Gasanlagen sollen ab dem 1. April 2030 schrittweise die Kohlekraftwerke ersetzen.
Mit der Verabschiedung der Kraftwerksstrategie kann Nordrhein-Westfalen seine Energiewende nun vorantreiben. Die Gaskraftwerke sollen nach und nach die Kohlemeiler ablösen, wobei die ersten Ersatzprojekte für 2030 geplant sind. Die nächsten Schritte hängen jedoch von der EU-Genehmigung und einer zügigen Umsetzung der nationalen Gesetzgebung ab.






