Fast eine halbe Tonne Müll pro Person pro Jahr - NRW produziert 2024 mehr Hausmüll – doch der Trend bleibt unklar
Nordrhein-Westfalen produzierte 2024 8,2 Millionen Tonnen Hausmüll
Das sind 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Pro Kopf fielen im Schnitt 454,2 Kilogramm Abfall innerhalb von zwölf Monaten an.
Der Anstieg folgt einer Phase schwankender Werte: 2014 lag der Pro-Kopf-Wert noch bei 479,4 Kilogramm, sank bis 2019 auf 461,5 Kilogramm, um dann in den Pandemiejahren stark zu steigen – auf 480,4 Kilogramm (2020) und 491,7 Kilogramm (2021).
Laut Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) gibt es keinen klaren Langzeittrend. Zwar übersteigt die Gesamtmenge 2024 die Werte der Jahre 2022 und 2023, bleibt aber unter früheren Spitzenwerten. Experten vermuten, dass der gestiegene Online-Handel im vergangenen Jahr eine Rolle beim Anstieg gespielt haben könnte.
Restmüll machte 2024 fast 40 Prozent des Gesamtaufkommens aus. Der Verband beobachtet weiterhin die Entwicklungen, sieht aber weder eine stetige Zunahme noch eine kontinuierliche Abnahme der Müllmengen.
Die aktuellen Zahlen zeigen: Nordrhein-Westfalen liegt mit seiner Abfallmenge über den jüngeren Vergleichsjahren, aber unter den Pandemie-Höchstständen. Die Pro-Kopf-Menge ist zwar geringer als 2014, doch der Anstieg 2024 spiegelt kurzfristige Veränderungen wider. Die Behörden werden die Trends weiter verfolgen, um künftige Anforderungen an die Abfallwirtschaft zu bewerten.






