30 April 2026, 16:53

Osnabrücks Karneval schreibt Geschichte mit erstem Prinzenpaar aus zwei Männern

Eine Gruppe von Menschen marschiert bei der Pride Parade 2018 mit einer Regenbogenfahne und Musikinstrumenten, einige tragen Mützen, vor einem Hintergrund aus Laternenmasten, Bäumen, Schuppen und einem bewölkten Himmel.

Osnabrücks Karneval schreibt Geschichte mit erstem Prinzenpaar aus zwei Männern

Zum ersten Mal in seiner Geschichte hat das Osnabrücker Karnevalsbürgerkomitee ein Prinzenpaar gekrönt, das aus zwei Prinzen besteht. Prinz Yut I., in Thailand geboren, ist damit der erste Inhaber eines ausländischen Passes, der diese Rolle übernimmt. Ihre Regentschaft markiert ein neues Kapitel für die Karnevalstraditionen der Stadt.

Die neu ernannten Prinzen haben sich ein Motto gewählt, das Vielfalt feiert: "Kreuz und queer – bunt, das sind wir." Ihre Wahl bricht mit einer langjährigen Tradition, denn noch nie gab es in Osnabrück ein Karnevalsprinzenpaar mit zwei männlichen Regenten.

Oberbürgermeisterin Katharina Pötter begrüßte das Duo und bezeichnete es als Symbol für Freude und Freiheit. Sie betonte, dass die beiden dazu ermutigen, sich ohne Angst so zu zeigen, wie man wirklich ist.

Prinz Yut I. verleiht der Ernennung eine weitere Bedeutungsebene: Als erster Prinz mit ausländischem Pass bringt er eine internationale Dimension in das lokale Festgeschehen.

Die Karnevalssaison steht nun unter dem Zeichen von Inklusion und Selbstausdruck. Mit ihrem Motto und der historischen Besetzung wollen die beiden Prinzen die Vielfalt der Gemeinschaft widerspiegeln. Ihre Regentschaft wird zweifellos Spuren in den Osnabrücker Feierlichkeiten hinterlassen.

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