06 June 2026, 12:26

Remscheid erklärt der Poser-Szene mit harten Strafen den Kampf

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Remscheid erklärt der Poser-Szene mit harten Strafen den Kampf

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Die Stadt Remscheid will mit strengeren Vorschriften gegen die lokale „Poser-Szene“ vorgehen. Ein neuer Entwurf sieht vor, Treffen auf öffentlichen Parkplätzen zu verbieten – bei Zuwiderhandlungen drohen Bußgelder von bis zu 1.000 Euro. Der Stadtrat stimmt am kommenden Donnerstag über die Maßnahme ab.

Ziel der Pläne ist die sogenannte Poser-Szene, bei der sich Gruppen vor allem im Stadtteil Lennep versammeln. Anwohner klagen über laute Musik, quietschende Reifen und aufheulende Motoren bis tief in die Nacht. Das Ordnungsamt hat in einigen Gebieten Zusammenkünfte mit bis zu 40 stark getunten Fahrzeugen dokumentiert.

Es ist nicht der erste Versuch der Stadt, das Problem in den Griff zu bekommen. Ein ähnlicher Antrag war vor drei Jahren vom Rat abgelehnt worden. Nun arbeiten die Behörden zusätzlich mit Betreibern privater Parkplätze zusammen und stellen ihnen eine direkte Leitungsverbindung zur Polizei bereit, um eigene Verbote durchzusetzen.

Stadträtin Barbara Reul-Nocke skizzierte weitere Schritte zur Lärmreduzierung. Dazu gehören die Installation von Bodenschwellen und „Schlafpolizisten“ auf Straßen, die häufig von Posern genutzt werden. Damit soll es schwieriger werden, riskante Fahrmanöver durchzuführen oder übermäßigen Lärm zu verursachen.

Falls die neuen Regeln verabschiedet werden, erhalten die Behörden mehr Befugnisse, um Treffen aufzulösen und Strafen zu verhängen. Auch private Parkplatzbetreiber sollen schneller polizeiliche Unterstützung erhalten, um ihre eigenen Beschränkungen durchzusetzen. Die Stadt hofft, dass die Änderungen den Anwohnern in den betroffenen Gebieten ruhigere Nächte bescheren.

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