01 May 2026, 04:32

Willicher Stadtrat beschließt Haushalt 2026 einstimmig – Rekordtempo trotz Streitpunkte

Schwarze und weiße Stadtkarte mit einem Fluss, beschriftet mit "Vorgeschlagenes S-Bahn-Projekt" auf der linken Seite, zeigt Straßen, Autobahnen und Stadtmerkmale.

Willicher Stadtrat beschließt Haushalt 2026 einstimmig – Rekordtempo trotz Streitpunkte

Willicher Stadtrat verabschiedet Haushalt 2026 in Rekordzeit – einstimmiger Beschluss aller Fraktionen

Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt für 2026 in Rekordzeit verabschiedet – alle Fraktionen stimmten einstimmig zu. Die Entscheidung fiel nach wochenlangen Debatten über Kürzungsmaßnahmen und Anpassungen bei kommunalen Leistungen. Im Mittelpunkt standen dabei Gebühren für Kinderbetreuung, Wohnungsbaupolitik sowie Zuschüsse für den ÖPNV für Studierende.

Das Verfahren verlief ungewöhnlich zügig, da sich jede Fraktion auf fünfminütige Wortbeiträge beschränkte. Sowohl die SPD als auch die Grünen unterstützten zwar den finalen Haushaltsplan, äußerten jedoch Bedenken zu den Folgen. Die SPD betonte, dass Einsparungen nicht zu Lasten von Familien gehen dürften, während die Grünen auf die angespannte Haushaltslage der Stadt hinwiesen.

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Eltern in Willich hatten sich zuvor gegen geplante Erhöhungen der Kita-Gebühren und eine jährliche Kostenanpassung ausgesprochen. Der Jugendhilfeausschuss lehnte diese Vorhaben ab und hielt an der bisherigen Regelung fest, wonach Geschwisterermäßigungen nicht gekürzt werden. Später billigte der Rat jedoch eine jährliche Anhebung der Betreuungsgebühren um drei Prozent.

Kritik übte die SPD zudem an der Streichung des Zuschusses für das 49-Euro-Ticket für anspruchsberechtigte Studierende. Positiv bewertete sie dagegen die Einführung des Bauturbos, der den Bau von bezahlbarem Wohnraum beschleunigen soll. Die eigenen Sparvorschläge der SPD zielten vor allem auf nicht essenzielle Ausgaben ab, während Kernleistungen verschont bleiben sollten.

Trotz unterschiedlicher Standpunkte wurde der Haushalt ohne Gegenstimmen angenommen. Er tritt im Juli in Kraft und setzt damit den finanziellen Rahmen für die kommenden zwei Jahre. Der beschlossene Etat belässt die Geschwisterermäßigungen unverändert, führt aber eine jährliche Steigerung der Kita-Gebühren um drei Prozent ein. Die Förderung des 49-Euro-Tickets für Studierende entfällt, während die Maßnahmen zur Beschleunigung des Wohnungsbaus voranschreiten. Obwohl alle Fraktionen dem Kompromiss zustimmten, bleiben Sorgen über die Auswirkungen auf Familien und öffentliche Dienstleistungen bestehen.

Quelle