07 May 2026, 02:24

Wohnungsarmut droht: Eine Million NRW-Babyboomer in Gefahr bis 2036

Schwarze und weiße Zeitungsanzeige für das Pensionshaus in Dresden, Deutschland.

Wohnungsarmut droht: Eine Million NRW-Babyboomer in Gefahr bis 2036

Über eine Million Babyboomer in Nordrhein-Westfalen könnten in den nächsten zehn Jahren von Wohnungsarmut betroffen sein. Diese Warnung stammt vom Pestel-Institut, das auf die wachsende finanzielle Belastung von Rentnern hinweist. Experten bezeichnen bezahlbaren Wohnraum mittlerweile als die drängendste soziale Herausforderung Deutschlands.

Das Problem ergibt sich aus einer Kombination von niedrigen Renten und steigenden Mieten. Rund 5,1 Millionen Babyboomer in ganz Deutschland werden voraussichtlich weniger als 800 Euro monatlich aus der gesetzlichen Rente erhalten – das entspricht etwa 40 Prozent der Nachkriegsgeneration, die bis 2036 in den Ruhestand geht.

Aktuell sind bereits über 760.000 Rentner auf Grundsicherungsleistungen angewiesen – das sind etwa 4,3 Prozent aller Ruheständler. Viele weitere könnten hinzukommen, da die Wohnkosten weiter steigen und feste Einkommen an ihre Grenzen bringen.

Robert Feiger, Vorsitzender der Gewerkschaft IG Bau, fordert dringendes Handeln. Er betont die Notwendigkeit von mehr Neubauprojekten, um Wohnungsarmut zu lindern und die Wirtschaft anzukurbeln. Ohne Gegenmaßnahmen droht sich die Lage zu verschärfen, während die Babyboomer-Generation altert.

Die Erkenntnisse deuten auf eine bevorstehende Krise für Rentner im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands hin. Da die Renten mit den Lebenshaltungskosten nicht Schritt halten, könnte Wohnungsarmut einen erheblichen Teil der alternden Bevölkerung treffen. Behörden und Gewerkschaften drängen nun auf Lösungen, bevor sich das Problem weiter zuspitzt.

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