17 March 2026, 12:28

Duisburgs OB Sören Link lehnt SPD-Spitzenkandidatur für NRW-Wahl 2027 ab

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Duisburgs OB Sören Link lehnt SPD-Spitzenkandidatur für NRW-Wahl 2027 ab

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link hat bestätigt, dass er nicht als Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl 2027 in Nordrhein-Westfalen antreten wird. Diese Entscheidung trifft er trotz deutlicher Unterstützung durch Bundes-SPD-Spitzenpolitiker, darunter Arbeitsministerin Barbara Bas. Link begründete seine Absage mit seinem Engagement für die Stadt, das er nicht für einen Wahlkampf auf Landesebene aufgeben wolle.

Erste Berichte, wonach SPD-Chefin Barbara Bas Link für die Spitzenkandidatur 2027 favorisiere, waren bereits im Januar aufgetaucht. Die Partei sah in ihm einen starken Kandidaten angesichts sich wandelnder Wählerstimmungen im Land. Doch in einem Interview mit der Bild machte Link nun klar, dass er nicht gegen den amtierenden CDU-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst antreten werde.

Im vergangenen Jahr zeigten Umfragen dramatische Verschiebungen in der politischen Landschaft Nordrhein-Westfalens. Die AfD legte von etwa 10 auf 25 bis 30 Prozent zu, während die CDU von einer führenden Position auf 25 bis 28 Prozent zurückfiel. Die SPD blieb stabil bei 20 bis 25 Prozent, während Grüne und FDP an Unterstützung verloren. Zu den zentralen Themen, die die Stimmung der Wähler prägen, zählen Migration, die wirtschaftliche Belastung durch die Energiekrise und die Unzufriedenheit mit der Ampelkoalition auf Bundesebene.

Link betonte, seine Wiederwahl zum Duisburger Oberbürgermeister sei ein direkter Auftrag der Bürger der Stadt. Seine Weigerung, für das Amt des Ministerpräsidenten zu kandidieren, begründete er mit der Pflicht, dieses Mandat zu erfüllen. Damit steht die SPD nun vor der Herausforderung, einen alternativen Kandidaten für den Wahlkampf gegen Wüst und die CDU zu finden.

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Die SPD muss sich nach dem Rückzug eines prominenten Bewerbers für die Wahl 2027 neu aufstellen. Links Entscheidung ermöglicht es ihm, sich weiter auf Duisburg zu konzentrieren, während die Partei vor der Aufgabe steht, sich in einem zunehmend umkämpften politischen Umfeld zu behaupten. Mit dem Aufstieg der AfD und der schwindenden Führung der CDU zeichnet sich ein engerer Wettkampf um die nächste Landesregierung in Nordrhein-Westfalen ab.

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