21 March 2026, 02:28

Heidelberg Materials erholt sich um 3,5 Prozent – Siemens bleibt im Abwärtstrend gefangen

Liniendiagramm, das die europäischen Kunststoffmarkttrends im Jahr 2017 veranschaulicht, mit begleitendem erklärendem Text.

Heidelberg Materials erholt sich um 3,5 Prozent – Siemens bleibt im Abwärtstrend gefangen

Heidelberg Materials verzeichnet Kurserholung von etwa 3,5 Prozent nach wochenlangem Rückgang

Die Aktie von Heidelberg Materials hat sich nach einem wochenlangen Abwärtstrend um rund 3,5 Prozent erholt. Der Anstieg folgte auf Äußerungen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu zu Irans militärischer und nuklearer Schlagkraft. Gleichzeitig treibt das Unternehmen trotz der schwierigen Lage im deutschen Bausektor seine Sparmaßnahmen und Nachhaltigkeitspläne voran.

Siemens bleibt unter Druck Die Aktie des Konzerns hingegen gibt weiter nach. Seit Ende Januar hat sie deutlich an Wert verloren und notiert mittlerweile fast 17 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Mit den jüngsten Verlusten gehört Siemens zu den schwächsten DAX-Werten im März und liegt hinter Konkurrenten wie Vonovia und Siemens Energy zurück.

Heidelberg Materials meldete einen Anstieg der Erträge aus dem laufenden Geschäft um 6 Prozent auf den Rekordwert von 3,4 Milliarden Euro. Dieses Wachstum gelang trotz rückläufiger Absatzmengen dank einer strengen Preispolitik und eines konsequenten Kostensenkungsprogramms. Die "Transformation Accelerator Initiative" des Unternehmens hat bereits 380 Millionen Euro eingespart – bis Ende 2026 soll die Marke von 500 Millionen Euro erreicht werden.

Doch nicht alle Geschäftsbereiche laufen rund: Die schwache Binnennachfrage in Deutschland zwang Heidelberg Materials zur Schließung des Zementwerks in Paderborn, wobei 53 Arbeitsplätze betroffen sind. Um sich gegen die schwankenden Ölpreise abzusichern, hat das Unternehmen bereits etwa die Hälfte seines Energiebedarfs für 2026 gesichert.

Die Stimmung unter den Anlegern hellte sich auf, nachdem die Investmentbank Morgan Stanley Bedenken hinsichtlich möglicher Änderungen im EU-Emissionshandelssystem (ETS) als übertrieben zurückwies. Die Analysten stuften die Bewertung der Aktie als attraktiv ein, was half, einen Teil der vorherigen Verluste auszugleichen – darunter ein Rückgang um 14 Prozent seit der Eskalation des Nahostkonflikts Ende Februar. Die vollständigen Jahresergebnisse, die am 26. März erwartet werden, sollen Auskunft über die Nachhaltigkeitsinvestitionen und weitere Fortschritte bei der Kostensenkung geben.

Siemens mit deutlichem Kursverfall Der Technologiekonzern verzeichnet hingegen einen steileren Abwärtstrend: Nach einem Höchststand von knapp 242 Euro Ende Januar hat die Aktie etwa ein Drittel ihres Wertes eingebüßt. Im Februar verlor sie 1,39 Prozent und belegte damit Platz 28 unter den DAX-Verlierern, in der Woche vom 13. bis 20. März folgte ein weiterer Rückgang um 7,53 Prozent. Diese schwache Performance steht im scharfen Kontrast zu den Top-Gewinnern des Februars wie Vonovia (+17,34 Prozent) und Siemens Energy (+16,81 Prozent). Selbst im Vergleich zu anderen angeschlagenen DAX-Werten wie SAP und MTU Aero Engines bewegt sich Siemens im späten März im breiten Abwärtstrend.

Während Heidelberg Materials nach wochenlangen Verlusten nun wieder höher notiert – gestützt durch Sparerfolge und externe Markteinflüsse –, bleibt Siemens unter Druck. Die Aktie liegt weiterhin deutlich unter dem Januar-Höchststand. Beide Unternehmen spiegeln die allgemeine Marktvolatilität wider, doch ihre jüngsten Entwicklungen zeigen gegensätzliche Schicksale in der aktuellen Wirtschaftslage. Die anstehenden Jahresberichte werden weitere Klarheit über ihre strategische Ausrichtung bringen.

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