Güterslohs Urban Stack revolutioniert das Datenmanagement für Städte – doch nur wenige machen mit

Anto Stumpf
Anto Stumpf
2 Min.
Eine Stadtstraße mit Autos, Fußgängern, Strommasten, Laternen, Ampeln, Gebäuden mit Namensschildern, Topfpflanzen und einer bewölkten Himmel.Anto Stumpf

Güterslohs Urban Stack revolutioniert das Datenmanagement für Städte – doch nur wenige machen mit

Gütersloh startet Urban Stack: Neue Datenplattform für Städte und Kommunen

Gütersloh hat den Urban Stack eingeführt, eine innovative Datenplattform, die speziell für Städte und lokale Behörden konzipiert wurde. Das System ermöglicht es Kommunen, Informationen auszutauschen und gemeinsam digitale Dienstleistungen aufzubauen. Bisher haben sich jedoch keine weiteren deutschen Städte außerhalb der Region offiziell dem Projekt angeschlossen.

Die Plattform wurde in Gütersloh entwickelt und erlaubt teilnehmenden Gemeinden, sensorbasierte Daten zu teilen. Dazu gehören Messwerte aus Fußgängeraufkommen, Hochwassersensoren und Mikroklimastationen. Über ein Open-Data-Portal können auch Bürger:innen auf bestimmte Informationen zugreifen.

Fünf Kommunen – Verl, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Detmold und der Kreis Gütersloh – haben mit der Stadt Gütersloh eine Kooperationsvereinbarung zur Nutzung des Systems unterzeichnet. Jede zahlt eine einmalige Gebühr von 5.000 Euro für die technische Einrichtung und die Integration der Sensoren. Die Pilotphase läuft bis Ende 2026, danach soll der Urban Stack in eine eigenständige juristische Struktur überführt werden.

Carsten Schlepphorst, Güterslohs stellvertretender Bürgermeister, bezeichnete die Plattform als eine gemeinsame digitale Infrastruktur, die Kosten spart und Ressourcen schont. Trotz des Interesses von Smart-City-Veranstaltungen und Digitalkonferenzen in ganz Deutschland hatte sich bis zum 20. Februar 2026 keine weitere deutsche Stadt dem Projekt angeschlossen. Jede teilnehmende Kommune behält die volle Kontrolle über ihre Daten und entscheidet selbst, wer darauf zugreifen darf.

Der Urban Stack bleibt vorerst auf die Region Gütersloh beschränkt. Die Pilotphase wird über die zukünftige Ausrichtung und eine mögliche Ausweitung des Projekts entscheiden. Die beteiligten Kommunen können das System bereits jetzt nutzen, um lokale Dienstleistungen und das Datenmanagement zu verbessern.

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