Menden enthüllt Mahnmal für ermordete Sinti und Roma der NS-Zeit

Anto Stumpf
Anto Stumpf
2 Min.
Ein steinernes Denkmal auf einer grünen Wiese, umgeben von einem Metallzaun und geschmückt mit Blumensträußen, mit Bäumen, Häusern und einer Wand im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel dient als Holocaust-Gedenkstätte in Sibiu, Rumänien.Anto Stumpf

Menden enthüllt Mahnmal für ermordete Sinti und Roma der NS-Zeit

Neues Mahnmal in Menden ehrt ermordete Sinti und Roma der NS-Zeit

Die offizielle Einweihung des Denkmals findet am 9. März 2026 statt – ein Datum, das künftig jährlich als Gedenktag begangen wird. Die Feierlichkeit ist das Ergebnis jahrelanger lokaler Bemühungen, das Leid der Opfer anzuerkennen und ihr Andenken wachzuhalten.

Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr mit einem Gottesdienst in der St.-Vinzenz-Kirche, geleitet von Pastor Jürgen Senkbeil. An seiner Seite wirken Schülerinnen und Schüler der Initiative augen auf! sowie Viertklässler der Anne-Frank-Grundschule mit. Im Anschluss verlagert sich die Gedenkfeier auf den Kirchplatz, wo das Mahnmal steht.

Bürgermeisterin Manuela Schmidt wird die Zeremonie eröffnen und das Denkmal als "wichtige Bereicherung für Mendens Erinnerungskultur" bezeichnen. Zu den Ehrengästen zählt Dr. Bernd Schulte, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalens. Roman Franz, Vorsitzender des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma, wird in seiner Rede an die Verfolgung von einer halben Million Sinti und Roma unter dem NS-Regime erinnern.

Das Mahnmal gedenkt speziell mindestens 46 Sinti aus Menden, die nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurden – darunter viele Mütter mit 23 kleinen Kindern, von denen sechs den grausamen Experimenten Josef Mengeles ausgesetzt waren. Den Anstoß für das Projekt gab eine Bürgerpetition, die am 13. März 2024 die Zustimmung des Mendener Kulturausschusses erhielt.

Der 9. März 2026 wird künftig jährlich an diese Verbrechen erinnern. Das Datum verbindet die Einweihung mit dem dauerhaften Versprechen, das Gedenken an die Opfer zu bewahren.

Das Denkmal steht als bleibende Hommage an die verfolgten und ermordeten Sinti und Roma aus Menden. Gleichzeitig spiegelt es die bundesweiten Bestrebungen wider, diese Geschichte aufzuarbeiten. Künftige Gedenkveranstaltungen sollen ihr Leben ehren und kommende Generationen über die Vergangenheit aufklären.

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