Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte aus Berlin und Jülich

Reza Hendriks
Reza Hendriks
2 Min.
Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Eimer mit einem radioaktiven Symbol, umgeben von maskierten Personen mit Taschen, mit Gebäuden, Laternenmasten und Fahnenmasten im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.Reza Hendriks

Neuer Protest gegen den Castor-Transport von Atommüll in Ahaus - Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte aus Berlin und Jülich

Rund 450 Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Ahaus, um gegen geplante Transporte von Atommüll zu protestieren. Die Kundgebung richtete sich gegen anstehende Lieferungen radioaktiven Materials aus den Forschungszentren in Jülich, Garching und Berlin in das dortige Zwischenlager. Organisiert wurde die Aktion von einem breiten Bündnis aus 58 Gruppen, darunter Klimaaktivisten, lokale Kirchengemeinden und politische Parteien.

Im Mittelpunkt des Protests stand der umstrittene Transport hochradioaktiver Abfälle in Castor-Behältern. Allein aus dem Forschungszentrum Jülich sollen bis zu 152 Behälter nach Ahaus gebracht werden, weitere Lieferungen sind aus Garching und Berlin zu erwarten. Kritiker monieren, dass die Verlegung der Abfälle zwischen provisorischen Standorten wenig sinnvoll sei, solange Deutschland noch immer über kein Endlager verfüge.

Atomkraftgegner warnten, dass der erste Transport aus Jülich bereits in der kommenden Woche beginnen könnte. Ihre Bedenken gründen sich auf ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg vom 3. März 2026, das den Weg für die Transporte freigemacht hat. Offizielle Zeitpläne wurden von Behörden oder Betreibern jedoch noch nicht veröffentlicht.

Viele Teilnehmer der Demonstration zeigten sich verärgert über die anhaltende Ungewissheit. Da keine festen Termine bekannt gegeben wurden, befürchten Aktivisten, dass der erste Konvoi noch vor dem 26. März rollen könnte – mit wenig Zeit für weiteren öffentlichen Widerstand.

Der Protest in Ahaus unterstreicht den anhaltenden Widerstand gegen die Atomtransporte in Deutschland. Bei den geplanten Lieferungen handelt es sich um einige der gefährlichsten Stoffe des Landes, die in Castor-Behältern gelagert werden. Ohne ein langfristiges Endlager wird die Debatte über Zwischenlagerung und Sicherheitsmaßnahmen voraussichtlich weitergehen.

Neueste Nachrichten
Eine Seite aus einem Buch mit einer Zeichnung verschiedener Laborgeräte, einschließlich eines Glases, sowie begleitendem Text.
Investitionen 2 Min.

Aixtron setzt auf Galliumoxid und treibt Halbleiter-Innovation mit OSU-Partnerschaft voran

Mit präziser Technologie und strategischer Forschung katapultiert sich Aixtron an die Spitze der Halbleiterbranche. Warum Investoren jetzt auf die Aktie des Innovators setzen.

Ein Mann fährt auf einem Scooter eine Straße mit hohen Gebäuden entlang, mit Menschen auf den Bürgersteigen und Fahrzeugen auf der Straße, unter einem klaren blauen Himmel mit Bäumen im Hintergrund.
Unfälle 1 Min.

E-Scooter-Fahrer fährt Frau in Duisburg an und flüchtet nach kurzer Entschuldigung

Ein flüchtiger E-Scooter-Fahrer hinterlässt in Duisburg eine verletzte Anwohnerin. Warum die Polizei jetzt auf Zeugen hofft – und wie der Täter aussieht.

Eine evangelische Kirche in Bacoor City, Cavite, mit einem Schild, einem Metallzaun, einer Wand, Bäumen, Fahrzeugen, Gebäuden, Pfählen und einem bewölkten Himmel.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

Gemeinschaftszentrum Arche in Dorp schließt 2027 – Kirche bündelt ihre Aktivitäten

Ein Ort der Begegnung verschwindet: Nach 44 Jahren endet die Ära der Arche. Warum die Kirche diesen Schritt geht – und was aus den Räumen wird.

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung eines Mannes, der vor einem Gebäude auf dem Boden liegt und von einer Gruppe Menschen umgeben ist, von denen einige Fahrräder halten, und ein Fahrzeug in der Nähe geparkt ist, das den Tod eines Radfahrers in London darstellt.
Kriminalität und Justiz 1 Min.

Mann wirft Glasflasche auf Fünfjährige – Bielefelder Polizei sucht dringend Zeugen

Ein fünfjähriges Mädchen entging nur knapp einer schweren Verletzung. Die Polizei sucht einen 55- bis 60-jährigen Mann mit auffälligen Merkmalen – wer hat etwas gesehen?

Eine Gruppe von Frauen steht zusammen vor einer grünen Wand mit einem Fenster auf der linken Seite und nimmt an einem Internationalen Frauentag-Event teil.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

Nordrhein-Westfalen setzt auf enge Sicherheitskooperation mit Frauen in Führungsrollen

Sicherheitsbehörden in NRW gehen neue Wege: Gemeinsame Einsätze und weibliche Führungskräfte sollen die öffentliche Sicherheit revolutionieren. Doch wie wirkt sich das aus?

Eine Gruppe von Frauen in weißen Kleidern sitzt in einem Hörsaal, jede hält ein blaues Objekt, mit einem unscharfen Hintergrund, der die Frauen hervorhebt, die scheinbar Teil eines Pflegeprogramms sind.
Berufliche Entwicklung 2 Min.

Krefelder Schüler entdecken Gesundheitsberufe bei den Alexianern hautnah

Von der Pflege bis zur Medizintechnik – Jugendliche testen ihre Fähigkeiten in einem Krankenhaus der Zukunft. Welche Chancen bietet die Kooperation mit Schulen?

Ein Mann in weißem Hemd und roter Shorts, der auf einem Feld Fußball spielt, umgeben von einer Gruppe von Menschen im Hintergrund.
Champions League 2 Min.

Adeyemi droht Ärger wegen Waffenbesitz – Sané glänzt für die Nationalelf

Ein Schlagring, ein Taser und 60 Tagessätze: Warum Adeyemis Vorfall erst jetzt aufflog. Doch auf dem Platz überstrahlt Sané alle Schlagzeilen – mit einer Gala gegen die Slowakei.

Ein Mann im Anzug steht selbstbewusst vor einer Tür mit der Aufschrift "Ein demokratischer Wähler" und ist bereit, den Wahlprozess in Angriff zu nehmen.
Unterhaltung 1 Min.

Grüne feiern Wahlsieg 2026 in Baden-Württemberg mit Brezel-Tattoos – nur Özdemir bleibt stichfrei

Ein scherzhafter Pakt wurde zur Tradition: Nach dem Grünen-Sieg 2026 zierten Brezel-Tattoos die Haut der Aktivisten – doch der Spitzenkandidat blieb ohne. Warum?

Neueste Nachrichten